Schuljahr 2009 / 20010
|
|
J+S Winterlager - Primarschule Triengen |
Schuljahr 2008 / 2009
| Schulfest 2009 - Verabschiedungen bei den Schülern |
Schuljahr 2007 / 2008
|
Wintersportlager
Primarschule 2008 Bürchen VS www.hoptriengen.ch |
Schuljahr 2006 / 2007
| Weidmanns Heil – Weidmanns Dank |
Schuljahr 2005 / 2006
Umwelt
von Triengen – unser Lebensraum zum Wohlfühlen
Für dieses Jahr hat sich die Gemeinde Triengen vorgenommen, die Umwelt aktiv zu fördern und zu gestalten. Als Initialzündung wurde gegen Ende des letzten Jahres ein Wettbewerb unter Schülern und Schülerinnen gestartet mit dem Ziel, einen Jahreskalender mit möglichst aussagekräftigen Motiven zu schaffen. Die Arbeiten, die von einer neutralen Jury bewertet wurden, sind gegenwärtig in verschiedenen Schaufenstern von Triengen zu sehen. Die Bilder wechseln monatlich und zeigen gelungene Vorschläge der Kinder, wie der Umwelt wirkungsvoll geholfen werden kann.
Auf Initiative unseres Kollegen Franz Kost, Lehrer und Gemeindeammann von Triengen, wurde von unserem Team beschlossen, ein weiterführendes Projekt an die Hand zu nehmen.
Ein Arbeitsgruppe mit Vera Schärli, Fanz Kost und Bruno Rinderknecht, ging daran, die Idee eines Umwelteinsatzes umzusetzen. Schon zu Beginn wurde Erwin Meier, Betriebsförster der Forstreviergenossenschaft Schlierbach-Geuensee-Büron, beigezogen. Mit seiner fachlichen Hilfe wurden kindergerechte Arbeitsaufträge vorbereitet, so z. B. das Setzen von markanten Einzelbäumen, das Erstellen und Vervollständigen von Baumalleen, das Aufforsten von Waldlücken oder das Aufstellen von Ruhebänken. In die Vorbereitungen einbezogen wurden auch verschiedene Körperschaften:
· diverse Waldeigentümer
· Jäger
· ANLS (Amt für Natur- und Landschaftsschutz)
· NLSK (Natur- und Landschaftskommission Triengen)
· USK (Umweltschutzkommission Triengen)
· Mitarbeiter Werkdienst der Gemeinde Triengen
· Korporation Triengen
· Forstdienste
Ziel dieser Aktion war es, die Schüler und Schülerinnen für die Natur in ihrer näheren Umgebung zu sensibilisieren und ihnen aufzuzeigen, wie die Natur ökologisch aufgewertet werden kann. Die vorgesehenen Arbeiten wurden so ausgewählt, dass die Kinder deren Auswirkung auch später mitverfolgen können- Der Teamarbeit wurde grosse Bedeutung zugemessen.
|
Marigona setzt soeben eine Heckenpflanze und meint:" Ich finde die Arbeit megaschön.“ Priska und Chantal, die an einer noch unfertigen Ruhebank schleifen, bekräftigen:" Wir finden es toll mitzuverfolgen, wie eine Bank entsteht. Wir können damit unsere Umwelt verschönern." Ähnlich tönte es aus dem Mund der Kinder, wenn interessierte Besucher an den Arbeitsplätzen vorbeikamen. |
|
Während zwei Tagen vertauschten 120 Schüler und Schülerinnen der 5. und 6.Klasse von Triengen die Schulstube mit der freien Natur und verrichteten ökologisch aufwertende Arbeiten. Dabei wurden vor allem im Schiltwald - er nahm durch den Jahrhundertsturm „Lothar“ besonders viel Schaden - viele hundert Jungpflanzen gesetzt. Im flachen Talboden der Sure wurden Einzelbäume und Hecken gepflanzt und zur Verschönerung der Umgebung an ausgesuchten Orten 10 Ruhebänke installiert. Unterstützt wurden die Kinder von über 40 erwachsenen Personen: Waldeigentümern, Forstleuten; Mitarbeitern der Gemeinde Triengen und vielen Freiwilligen, die den Kindern das Nowhow im Setzen von jungen Bäumchen beibrachten. Die Begleiter waren voll des Lobes über den Einsatz der Kinder und der technisch Verantwortliche, Erwin Meier, fand auf die Frage, welche Arbeiten die Kinder erledigen könnten:“ Die Schüler und Schülerinnen können „fast“ alle Arbeiten erledigen.“
Frau Priska Wicki ist Lehrerin einer 5. Klasse in
Triengen. Sie hilft mit, Hecken zu pflanzen. Wir haben ihr ein paar Fragen
gestellt.
Warum machen Sie mit ihrer Klasse hier mit?
Es ist ein Projekttag der 5. und 6. Klasse, und ich bin Lehrerin dieser
Stufe. Ich freue mich, mit meiner Gruppe Hecken zu pflanzen.
Wie hat ihre Klasse darauf reagiert als Sie das Vorhaben mitteilten?
Die Reaktionen waren unterschiedlich. Doch die meisten freuten sich
darauf, obwohl sie nicht genau wussten, was sie erwarten wird.
Woran arbeiten Sie hier?
Wir pflanzen Hecken, und jemand von der Gruppe pflanzt mit Wendelin Wyss
Eichen.
Gibt es etwas, wovon die Schüler in diesen zwei Tagen profitieren können?
Sie können sehr wohl profitieren, denn sie lernen, wie man Hecken
pflanzt.
Welche Werkzeuge haben Sie hier zur Verfügung?
Eine Schaufel und so was wie einen Pickel.
Wie haben Sie die Schüler auf den Projekttag vorbereitet?
Wir haben viel darüber geredet, und sie wurden auch darüber informiert,
woran sie arbeiten würden.
Unsere Aufgabe besteht darin, die Vielfalt der Natur aufzufrischen und zu erweitern.
Machen sie diese Arbeit gerne?
Ich mache das sehr gerne, weil ich von Grund auf Bauer bin. Ich bin mit der Natur verbunden, und das ist mein persönlicher Beitrag, hier mitzuhelfen. Zum Beispiel, von Triengen bis Willihof Eichbäume als Allee zu pflanzen.
Zwei Gruppen pflanzen auch Hecken. Wozu ist das gut?
Diese Hecken geben wieder Lebensraum für unsere Tierwelt. Sie dienen auch als Unterschlupf für kleinere Tiere wie Igel und Eidechsen, die damit ein neues Zuhause finden!
| Hier pflanzen die Schüler und Schülerinnen unter Aufsicht der Lehrpersonen eine neue Hecke. Dabei werden nur einheimische Sträucher berücksichtigt wie gemeiner und wolliger Schneeball, Geissblatt, Haselnuss, Kornelkirsche, Schwarz- und Weissdorn usw. | Die Trienger Kids sind fleissig am Wiederaufbauen, was am 26.12.1999 der Sturm Lothar zerstört hat. An verschiedenen Orten im Schiltwald sind die Schüler und Schülerinnnen dabei, junge Bäume zu pflanzen. Um die zarten Triebe zu schützen, werden sie mit einem Plastikrohr gegen Wildverbiss geschützt. |
Wir fragen Dominique Keller über seine Arbeit:
Worin besteht deine Arbeit an diesem Platz?
Unsere Gruppe räumt den Platz frei um Bäume zu setzen.
Gibt es etwas, was dir besonders gefällt?
Mir gefällt es Bäume zu pflanzen, das finde ich sehr schön auch für die Natur.
Wie gehst du der Reihe nach vor, damit die jungen Pflanzen auch wirklich anwachsen und gedeihen?
Zuerst muss man einen geeigneten Platz suchen und dann das Bäumlein möglichst gerade anpflanzen.
Wie hast du dich auf den heutigen Tag vorbereitet?
Ich habe alles, was ich brauche mit Freude eingepackt.
Gibt es etwas, dass dir aus der Erfahrung von diesen beiden Projekttagen in Erinnerung bleiben wird?
Ja, ich denke, alles wird mir in Erinnerung bleiben.
Gibt es sonst noch etwas zu sagen?
Ich finde es schön, was wir machen, weil es gut für die Natur ist. Ich hoffe, dass alle gesetzten Bäume gut wachsen werden.
|
Rund 30 erwachsene Personen (Forstwarte, Bauern, Pensionierte, Eltern) begleiteten die Kinder bei der Arbeit und zeigten ihnen wie man sachgerecht einen Baum setzt. |
Die Arbeit mit der Kreuzhacke ist nicht ganz leicht. Trotz schwieriger Wetterverhältnisse machten sich die Kinder mit Feuereifer hinter die Arbeit. Das Mittagessen wollte schliesslich verdient sein. |
Bei Arbeiten im Wald sind Traktoren unentbehrlich. Hier wird ein Anhänger mit Fallholz beladen. |
Einige Zahlen:
An diesen beiden Arbeitstagen (12. und 14. April) wurden folgende Neupflanzungen vorgenommen:
28 grosse Bäume (Eichen, Linden. Schwarzerlen) als Allee oder Einzelbäume,
600 einheimische Sträucher als Hecke und
1500 Bäume zum Aufforsten von Waldlücken im Schiltwald.
Zudem wurden 10 Ruhebänke aus Eiche an ausgesuchten Orten installiert.
Technische Herausforderung
Der technische Leiter, Erwin Meier, hatte alle Hände voll zu tun, um die 15 Arbeitsplätze mit dem nötigen Material zu versorgen. Vor allem war es schwierig, genügend Werkzeuge bereit zu stellen. Da waren die Traktoren der Waldeigentümer gefragt, welche Jungpflanzen und das nötige Werkzeug herankarrten und mit Wagenladungen von Fallholz wegfuhren.Schlussbetrachtung:
Die hier beschriebene Projektarbeit der 5./6. Klasse Triengen hat in der Vorbereitung und in der Ausführung viel Arbeit verlangt. Aber das Experiment hat sich auf jeden Fall gelohnt. Fast durchwegs waren von den erwachsenen Begleitpersonen nur lobende Worte über die Arbeit der Schüler und Schülerinnen zu hören.
Und die Kinder fanden die beiden Tage durchwegs megaschön.
Bilder und Texte
stammen von der Pressegruppe (Patrizia Fries,
Manuel Grossmann, Fabian Hermann, Jost Nicole, Nicole Grüter, Charon Jost,
Samantha Meyer, Wermelinger Irene
zusammen mit ihrem Gruppenleiter Bruno Rinderknecht)